Elektrische Geräte im Bad: Schutzmaßnahmen und Vorkehrungen

Elektrische Geräte Badezimmer

Der Föhn, der in die Badewanne – ein absoluter Alptraum aus einem schlechten Film! Die Gefahr durch elektrische Geräte im Badezimmer ist allerdings durchaus real. Mit diesen Schutzmaßnahmen und Vorkehrungen ist sicheres Plantschen im Bad möglich.

Nenn mir die Zonen!

Das Badezimmer ist in drei Schutzbereiche eingeteilt, die darüber Auskunft geben, welche Elektroanschlüsse verlegt werden dürfen. Sie reichen von Bereich 0 im Innenbereich von Dusche und Badewanne bis hin zu einem Bereich 3, der relativ weit von möglicherweise spritzendem Wasser entfernt ist.

Im Bereich 0 dürfen keine Elektroanschlüsse verlegt sein. Lediglich fest installierte Geräte mit einer Schutzkleinspannung von <12 Volt sind zugelassen. Der Bereich 1 kennzeichnet die Fläche über Badewanne und Dusche bis zu einer Höhe von 2,25m. Hier dürfen nur fest installierte Verbrauchsgeräte wie Boiler angebracht werden, die Leitungen dazu müssen senkrecht verlegt sein.

Der Bereich 2 liegt vor Badewanne oder Dusche. Die Installation von Lampen ist hier ebenso zugelassen wie ein Waschmaschinenanschluss. Steckdosen und Schalter dürfen hingegen nicht verbaut werden. Dies ist im Bereich 3 hingegen problemlos möglich. Er beginnt 2,40m vor dem Schutzbereich 2.

F1-Schutzeinrichtungen sind hier verpflichtend, auch zwischen den durchaus möglichen Verbindungsdosen. Leitungen in andere Räume sind im gesamten Badezimmerbereich nicht gestattet.

Unter Spannung: Elektroanschlüsse im Bad

Schutzmaßnahmen gegen elektrische Geräte Badezimmer

Ein sicherer Umgang mit elektronischen Geräten ist besonders im Badezimmer wichtig!

Für die Planung des Badezimmers ist die richtige Positionierung von Steckdosen und Schaltern unabdingbar. Steckdosen sind erforderlich für die Beleuchtung und Geräte zur Körperpflege, beispielsweise elektrische Zahnbürste oder Haartrockner. Auch für zusätzliche Geräte wie Handtuchtrocknerheizungen müssen Steckdosen eingerichtet werden.

Ein sogenannter Fehlerstromschutzschalter (besser bekannt als FI-Schalter) ist seit 1984 Pflicht in allen Räumen mit Duschen und Badewannen, um eben genau das zu vermeiden, was eingangs als Horrorszenario beschrieben wurde. Wer in einem älteren Haus lebt, sollte hier nachrüsten.

Erleuchtet: Schutzmaßnahmen bei Beleuchtung

Die IP-Schutzklassen für Lampen im Badezimmer richten sich nach DIN 57100. Die Schutzbereiche für Strom und Licht stimmen dabei überein. Im Bereich 0 muss Beleuchtung gegen das Untertauchen geschützt sein, wie dies beispielsweise bei einer Whirlpool-Beleuchtung der Fall ist; dies entspricht Schutzklasse IP X7.

Über der Dusche und der Badewanne müssen Lampen vor Strahlwasser geschützt sein. Die Wahl fällt dort idealerweise auf Lampen der Schutzklasse IP X5 oder höher. Im Bereich 2 – auch in einem Radius von 60cm rings um das Waschbecken – muss ein Spritzwasserschutz (IP X4) auf jeden Fall gegeben sein, während darüber hinaus nur Tropfschutz (IP X1) notwendig ist.

Welche Schutzklasse etwa für einen Spiegelschrank mit Beleuchtung im Badezimmer benötigt wird, wissen die Experten. Wichtig ist, dass Vorkehrungen getroffen werden, um das Bad zu einem sicheren Ort zu machen.